Die Raubökonomie
Nicht nur die Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg des Landes wächst. Auch das Misstrauen greift um sich: gegenüber gierigen Einzelhändlern, maßlosen Steuerbehörden, tückischen Kunden, täuschenden Politikern, rücksichtslosen Arbeitgebern und egoistischen Arbeitnehmern. Denn überall scheint der eigene Vorteil in den Mittelpunkt zu rücken - doch so können Wirtschaft und Gesellschaft auf Dauer nicht bestehen. Der Autor zeigt anhand der Entwicklungen d
er vergangenen Jahrzehnte, wie politisches Wegsehen, neuartige Steuerungsinstrumente und veränderte Werthaltungen eine neue Wirtschaftsform hervorgebracht haben, die von ihm als "Raubökonomie> bezeichnet wird. Die Kritik wird mit Reformideen verknüpft: von wirksamer Regulierung über demokratische Kontrolle und staatliche Zurückhaltung bis hin zu einer Rückbesinnung auf Wettbewerb und Eigenverantwortung als zentrale Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.